Kurz zusammengefasst: Eine Wohnungs-Sanierung läuft in zehn Phasen ab: Bestandsaufnahme, Zielbild und Budget, Genehmigungen, Angebote und Vergabe, Vorbereitung, Abbruch, Rohinstallation, Estrich und Putz, Ausbau, Abnahme. Für eine 70-m²-Wohnung sollten Sie insgesamt drei bis fünf Monate einplanen, davon acht bis zwölf Wochen reine Bauzeit.

Stand: 14. Oktober 2026 (Österreich)

Wer eine Wohnung saniert, trifft in wenigen Monaten Hunderte Entscheidungen. Die gute Nachricht: Der Ablauf einer Wohnungs-Sanierung folgt fast immer demselben Muster. Wer die Reihenfolge kennt, kann Termine, Budget und Entscheidungen viel besser steuern.

Diese Anleitung führt Sie Schritt für Schritt durch alle Phasen, mit Zeitbedarf, typischen Stolpersteinen und einer Checkliste am Ende. Einen ausführenden Partner für Wien finden Sie zum Beispiel unter Wohnungssanierung in Wien mit Alpenkraft Bau.

Die aktuelle Lage auf einen Blick

KI-generiertes Symbolbild: Abhaken einer Checkliste während der Wohnungssanierung
KI-generiertes Symbolbild

1. Wohnungs-Sanierung: Schritt 1: Bestandsaufnahme

Bevor Sie planen, müssen Sie wissen, was vorhanden ist. Prüfen Sie Elektrik, Wasser- und Abflussleitungen, Heizung, Fenster, Böden und Wände. Ein Elektriker kann die Anlage messen, ein Installateur die Leitungen beurteilen.

Sammeln Sie vorhandene Pläne, Energieausweis und Unterlagen der Hausverwaltung. Fragen Sie nach geplanten Arbeiten am Haus, etwa Steigleitungen oder Fassade, damit Sie nicht doppelt investieren.

Zeitbedarf: ein bis zwei Wochen. Ergebnis: eine Liste, was erneuert werden muss und was bleiben kann.

2. Wohnungs-Sanierung: Schritt 2: Zielbild und Budget

Legen Sie fest, was die Wohnung nach der Sanierung können soll: neuer Grundriss, offene Küche, zweites Bad, mehr Steckdosen, bessere Dämmung? Ordnen Sie Ihre Wünsche nach Muss, Soll und Kann.

Daraus entsteht ein erster Kostenrahmen. Reservieren Sie zehn bis fünfzehn Prozent für Unvorhergesehenes. Klären Sie gleichzeitig Finanzierung und mögliche Förderungen, denn viele Förderanträge müssen vor Baubeginn gestellt werden.

Zeitbedarf: zwei bis vier Wochen. Ergebnis: eine Prioritätenliste und ein Budget mit Reserve.

3. Wohnungs-Sanierung: Schritt 3: Planung und Genehmigungen

Mit dem Zielbild entsteht ein Plan: Grundriss, Lage von Sanitärobjekten, Elektroplan mit Steckdosen und Leuchten, Materialauswahl. Je genauer der Plan, desto vergleichbarer werden die Angebote.

Prüfen Sie, welche Zustimmungen nötig sind. Eingriffe in tragende Wände, Steigleitungen oder Fenster brauchen in Eigentumswohnungen meist die Zustimmung der Eigentümergemeinschaft und teilweise eine Bewilligung der Baupolizei. Mieter brauchen für wesentliche Änderungen die Zustimmung des Vermieters.

Zeitbedarf: zwei bis acht Wochen, abhängig von Genehmigungen. Ergebnis: ein Plan, auf dessen Basis Firmen anbieten können.

4. Wohnungs-Sanierung: Schritt 4: Angebote und Vergabe

Holen Sie mindestens drei Angebote auf Basis desselben Leistungsverzeichnisses ein. Nur so können Sie Preise vergleichen. Achten Sie auf Positionen für Schutzmaßnahmen, Entsorgung und Baureinigung.

Entscheiden Sie, ob Sie Einzelgewerke vergeben oder einen Generalunternehmer beauftragen. Einzelvergabe kann günstiger sein, verlangt aber viel Koordination. Ein Generalunternehmer übernimmt Terminplan und Schnittstellen.

Im Vertrag sollten Leistungsumfang, Preis, Zahlungsplan nach Baufortschritt, Fertigstellungstermin und ein Regiestundensatz für Zusatzarbeiten stehen. Zeitbedarf: zwei bis vier Wochen.

Zeitplan einer Wohnungs-Sanierung für eine 70-m²-Wohnung:

PhaseDauerWoche
Bestandsaufnahme bis Vergabe (1–4)6–12 Wochenvor Baubeginn
Vorbereitung (5)ca. 2 Wochenparallel
Abbruch (6)1–2 Wochen1–2
Rohinstallation (7)2–3 Wochen3–5
Estrich, Putz, Abdichtung (8)2–4 Wochen5–8
Ausbau und Abnahme (9–10)3–4 Wochen8–12

Richtwerte, abhängig von Umfang, Genehmigungen und Lieferzeiten; Stand Oktober 2026.

Rechenbeispiel: Terminbeispiel: Start der Bestandsaufnahme Anfang November, Vergabe Mitte Dezember, Baubeginn Mitte Jänner, Abbruch bis Ende Jänner, Rohinstallation bis Mitte Februar, Estrich und Putz bis Mitte März, Ausbau bis Mitte April, Einzug Ende April.

KI-generiertes Symbolbild: Fliesenleger verlegt Großformatfliesen im neuen Bad
KI-generiertes Symbolbild

5. Wohnungs-Sanierung: Schritt 5: Vorbereitung und Bestellung

Bestellen Sie Materialien mit langer Lieferzeit früh: Fliesen, Sanitärobjekte, Innentüren, Fenster und Küche haben oft vier bis acht Wochen Lieferzeit. Fehlt ein Bauteil, steht die Baustelle.

Informieren Sie Nachbarn und Hausverwaltung über Beginn und Dauer der Arbeiten. Klären Sie Containerstellplatz, Zufahrt und die Nutzung von Lift und Stiegenhaus.

Räumen Sie die Wohnung vollständig aus und organisieren Sie gegebenenfalls eine Zwischenunterkunft. Zeitbedarf: parallel zu Schritt 4, rund zwei Wochen.

6. Wohnungs-Sanierung: Schritt 6: Schutz und Abbruch

Am ersten Bautag werden Stiegenhaus und Lift geschützt, Staubschutzwände gestellt und Leitungen abgesperrt. Dann beginnt der Abbruch: Fliesen, Böden, Sanitär, nichttragende Wände und alte Leitungen werden entfernt.

Nach dem Abbruch zeigt sich der wahre Zustand. Jetzt ist der Moment für einen gemeinsamen Begehungstermin mit der Bauleitung: Gibt es Schäden an Decken, Feuchtigkeit oder überraschende Leitungen? Entscheidungen über Zusatzleistungen sollten schriftlich festgehalten werden.

Zeitbedarf: eine bis zwei Wochen. Der Schutt wird laufend abtransportiert, damit die Baustelle für die nächsten Gewerke frei ist und das Stiegenhaus nicht verstellt wird.

7. Wohnungs-Sanierung: Schritt 7: Rohinstallation

Elektriker und Installateur verlegen neue Leitungen in Wänden und Böden. Das ist die letzte Gelegenheit, Steckdosen, Schalter, Netzwerkdosen oder Anschlüsse zu verschieben – danach wird verputzt.

Lassen Sie alle Leitungen vor dem Verschließen fotografieren und mit Maßen dokumentieren. Bei Wasserleitungen gehört eine Druckprobe mit Protokoll dazu.

Gleichzeitig werden neue Wände in Trockenbau oder Ziegel gestellt und Türöffnungen angepasst. Zeitbedarf: zwei bis drei Wochen.

8. Wohnungs-Sanierung: Schritt 8: Estrich, Putz und Abdichtung

Nun werden Wände verputzt oder gespachtelt und der Estrich eingebracht. Der Estrich braucht je nach Art mehrere Wochen Trocknungszeit; bei Fließ- oder Schnellestrich verkürzt sich das.

Im Bad wird die Abdichtung aufgebracht, an Wand- und Bodenanschlüssen mit Dichtbändern. Sie ist eines der wichtigsten Gewerke der gesamten Sanierung und sollte vor dem Fliesenlegen geprüft werden.

Zeitbedarf: zwei bis vier Wochen inklusive Trocknung. In dieser Phase scheint auf der Baustelle wenig zu passieren – das ist normal.

9. Wohnungs-Sanierung: Schritt 9: Ausbau und Oberflächen

Jetzt geht es sichtbar voran: Fliesen im Bad und in der Küche, Malerarbeiten, Bodenbeläge, Innentüren, Sanitärobjekte, Schalter und Steckdosen, Küche. Die richtige Reihenfolge ist wichtig: Erst Fliesen und Malerarbeiten, dann Böden, zum Schluss Türen und Feinmontage.

Kontrollieren Sie Zwischenstände regelmäßig, idealerweise bei einem wöchentlichen Baustellentermin. Kleine Fehler lassen sich jetzt noch leicht beheben.

Zeitbedarf: drei bis vier Wochen. Planen Sie in dieser Phase auch Zeit für Ihre eigenen Entscheidungen zu Details wie Fugenfarbe, Silikon, Leistenprofilen und Griffen ein, damit die Handwerker nicht warten müssen.

10. Wohnungs-Sanierung: Schritt 10: Abnahme und Übergabe

Zur Abnahme gehen Sie gemeinsam mit der Bauleitung durch die Wohnung und protokollieren alle Mängel. Unwesentliche Mängel hindern die Übernahme nicht, müssen aber in einer vereinbarten Frist behoben werden.

Lassen Sie sich alle Unterlagen übergeben: Elektro-Prüfprotokoll und Anlagenbuch, Druckprobenprotokoll, Fotos der Leitungen, Pläne, Garantiescheine und Pflegehinweise. Diese Dokumente sind bei späteren Reparaturen und beim Verkauf wertvoll.

Ab der Übernahme beginnt die Gewährleistungsfrist. Notieren Sie das Datum und behalten Sie einen vereinbarten Haftrücklass ein, wenn der Vertrag das vorsieht.

11. Wohnungs-Sanierung: Die häufigsten Stolpersteine im Ablauf

Der klassische Stolperstein ist eine Änderung mitten im Bau. Wer nach der Rohinstallation noch die Küche verschiebt, zahlt für neue Leitungen, Stemmarbeiten und Verputz doppelt. Treffen Sie deshalb alle Entscheidungen zu Grundriss, Küche, Bad und Elektrik vor dem Abbruch und halten Sie sie in einem Plan fest.

Zweitens: fehlende Lieferungen. Wenn die bestellten Fliesen nicht rechtzeitig kommen, kann der Fliesenleger nicht anfangen, und alle folgenden Gewerke verschieben sich. Lassen Sie sich Liefertermine schriftlich bestätigen und prüfen Sie Ware sofort bei Anlieferung auf Menge, Farbe und Schäden.

Drittens: Kommunikation. Wenn Sie Anweisungen direkt an Handwerker geben, ohne die Bauleitung einzubinden, entstehen Missverständnisse und Streit über Mehrkosten. Halten Sie sich an einen Ansprechpartner und dokumentieren Sie Änderungen kurz per E-Mail.

Viertens: zu knappe Trocknungszeiten. Wer drängt, damit der Boden früher verlegt wird, riskiert Schäden, die erst Monate später sichtbar werden. Ein realistischer Terminplan mit Puffer ist die beste Versicherung gegen Hektik.

Fünftens: die Baureinigung. Nach den Arbeiten liegt feiner Staub in jedem Winkel. Vereinbaren Sie eine professionelle Endreinigung im Vertrag, bevor Möbel und Textilien zurück in die Wohnung kommen.

Angaben zu Preisen, Förderungen und Rechtslage sind allgemeine Orientierungen zum Stand 14. Oktober 2026. Dieser Beitrag bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle technische, rechtliche oder förderrechtliche Prüfung. Maßgeblich sind die zum Einreichzeitpunkt geltenden Richtlinien und die Entscheidung der zuständigen Stelle.

Häufige Fragen zu Wohnungs-Sanierung

Wie lange dauert eine Wohnungs-Sanierung?

Für eine 70-m²-Wohnung insgesamt drei bis fünf Monate, davon acht bis zwölf Wochen Bauzeit.

Was ist der wichtigste Schritt?

Die Planung vor dem Abbruch: Spätere Änderungen an Leitungen und Grundriss sind teuer.

Wann muss ich Material bestellen?

Fliesen, Türen, Sanitär und Küche vier bis acht Wochen vor dem Einbau.

Brauche ich eine Bauleitung?

Bei mehreren Gewerken ja; sie koordiniert Termine und kontrolliert die Qualität.

Was gehört in das Abnahmeprotokoll?

Alle Mängel mit Frist zur Behebung, das Datum der Übernahme und die übergebenen Unterlagen.

KI-generiertes Symbolbild: Bauzeitplan mit farbigen Zetteln für die Wohnungssanierung
KI-generiertes Symbolbild

Checkliste für das Angebot

Fazit

Eine Wohnungs-Sanierung wird beherrschbar, wenn Sie die Schritte kennen und Entscheidungen zur richtigen Zeit treffen. Die meisten Probleme entstehen nicht auf der Baustelle, sondern durch fehlende Planung davor. Wer die zehn Phasen und die Checkliste nutzt, behält Termine, Kosten und Qualität im Griff.

Offizielle und öffentliche Quellen

Bilder: KI-generierte Symbolbilder; keine realen Kundenprojekte.

Empfohlener Fachbetrieb

Wohnungs-Sanierung: unverbindlich anfragen

Alpenkraft Bau (alpenkraft-bau.at) begleitet Wohnungs-Sanierungen in Wien durch alle zehn Phasen – mit Bestandsaufnahme, Terminplan, eigener Bauleitung und dokumentierter Abnahme.

Sanierungsablauf mit Alpenkraft Bau planen ↗

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert